Nach dem Spiel
Spielbericht
Spielbericht: TFVHH, Liga 3c, 4. Spieltag
Teams: Kellerkicker Bergedorf – Roter Stern Kickers
Datum und Uhrzeit: Freitag, 07. November 2025, 19:00 Uhr
Ort: Kickerkeller
Endergebnis: Kellerkicker Bergedorf – Roter Stern Kickers 13:19 (70:80)
Der Favorit setzt sich durch!
Die Kellerkicker können die Partie zwar lange spannend halten, müssen sich am Ende aber dem Aufstiegsaspiranten Roter Stern Kickers geschlagen geben.
An einem besonderen Abend im Kickerkeller trafen die Kellerkicker in zwei separaten Partien auf denselben Gegner: Roter Stern Kickers.
Im Ligaspiel gegen den bislang punktverlustlosen Tabellenführer konnten die Kellerkicker bis zum 14. Satz noch auf eine Überraschung hoffen, ließen an diesem Abend allerdings insgesamt zu viele Punkte in den Einzelpartien liegen.
Nahezu ausgeglichen in Hälfte eins
Der „Jofessor“ hatte es zu Beginn der Partie besonders eilig und ließ seinem Kontrahenten Nick wenig Zeit, um dessen Kickerkompetenz unter Beweis zu stellen. In viereinhalb Minuten führten ein (zum Glück) verrutschter Pass, ein Abstauber nach einem Bandenversuch von der Zwei, ein frecher Schnellschuss von der Fünf und drei deftige Jets zum überzeugenden 6:2 – dem leider einzigen Einzelsatzsieg der Kellerkicker an diesem Abend.
Schlüssel zum Erfolg waren dabei die gute Fünfer-Defensive und die schnellen, entschlossenen Abschlüsse von Markus, sodass Nick nur wenige Chancen bekam.
Der leicht angeschlagene Alex konnte sein Einzel gegen Benjamin lange ausgeglichen gestalten, musste sich letztlich aber mit 4:6 geschlagen geben. Insgesamt gelang es ihm zu selten, den Ball kontrolliert auf die eigene Dreierreihe zu bringen, sodass aus wenigen Chancen immerhin vier Tore heraussprangen. Die beeindruckende Offensivqualität von Benjamin zeigte sich an diesem Abend noch mehrfach.
Im ersten Doppel des Abends feierte Kapitän Rollo sein Liga-3-Debüt – und blieb an der Seite von Teamchef Alex gleich unbesiegt. Das 6:4 und 5:5 gegen Malte und Alexander war durchweg ein Duell auf Augenhöhe. Im ersten Satz konnten Stefan mit starken Paraden und Alex mit sechs variantenreichen Jets am Ende das entscheidende Törchen mehr erzielen.
Im zweiten Satz lief es zunächst holprig – nach zwei Minuten lag man bereits 1:4 hinten –, doch mit einem Jet und etwas Spielglück in Form von Abstaubern und Gurken kämpften sich die beiden zurück. Ein schöner Pinshot von Alex zum 5:5 brachte die Kellerkicker wieder in Führung (5:3).
Die folgenden Einzel wurden dann zur Machtdemonstration des Zweitliga-Absteigers.
Luca konnte gegen den sehr starken Benjamin nie richtig ins Spiel finden. Besonders das Ungleichgewicht im Mittelfeld führte dazu, dass Luca kaum in den Angriff kam. Nach nicht einmal drei Minuten lag der Kellerkicker 0:4 zurück. Nach einem Timeout brachte ein Eigentor etwas Hoffnung, ein Bandenabpraller von der Zwei führte zum 2:5, doch Benjamin machte den Sack mit einem sehenswerten schrägen Schieber von der Zwei zu – 2:6 aus Kellerkickersicht.
Dasselbe Ergebnis musste Alex im folgenden Einzel gegen Nick hinnehmen. In weniger als vier Minuten nutzte der Roter-Stern-Kicker jede defensive Lücke eiskalt aus. Nach rekordverdächtigen 70 Sekunden lag Nick bereits 4:0 vorne. Bis zum 1:5 gelang es Alex nicht, auch nur einen der präzisen Jets des Gegners zu entschärfen. Die eigene Dreierreihe hing sinnbildlich „in der Luft“ – das 2:6 war fast schmeichelhaft. Damit lagen die Kellerkicker vor dem letzten Doppel der ersten Hälfte 5:7 zurück.
Das „Doppel Z“ traf anschließend auf eben jene Benjamin und Nick, die sie zuvor in den Einzeln so deutlich besiegt hatten. Anders als dort entwickelten sich nun zwei spannende Doppelsätze auf Augenhöhe.
Die Kellerkicker starteten mit einem blitzsauberen Pass von Lucas Zwei auf Alex’ Sturmreihe, den dieser mit einem schnellen Pinshot verwandelte. Es folgten ein weiterer Pinshot, ein Jet und ein Treffer von Luca zum 4:4, doch Nicks starke Fünferreihe und hohe Trefferquote sorgten letztlich für das knappe 4:6.
Im zweiten Satz drehten Luca und Alex auf: In einem der besten Sätze des „Doppel Z“ stand Luca defensiv bombenfest, glänzte mit Paraden und zwang den Gegner zu einem Positionswechsel. Vier Jets, ein Tick-Tack-Tor und ein glücklicher Schieber reichten zum verdienten 6:3 – Halbzeitstand 7:9. Die Kellerkicker blieben damit zur Pause in Schlagdistanz.
Chancen auf einen Ligapunkt bis zum letzten Einzel
Die zweite Hälfte startete diesmal mit zwei Goalie-Sätzen.
Der leicht verletzte Goalie-Krieger Dieter traf zunächst auf Alexander und konnte trotz Einschränkung mit einigen sehenswerten Treffern von der Eins! glänzen – ein echtes Highlight des Abends.
Dieter startete mit einem sehenswerten Zieher von der Zwei, lag aber nach zwei Minuten bereits 1:4 hinten. Doch eine „Vollmaschine“ lässt sich davon bekanntlich nicht beeindrucken. Das 5:5 sicherte er sich mit brachialer Effizienz von der Torwartreihe: besonders sehenswert sein 4:4-Innenpfostenhammer und der womöglich etwas verrutschte Torwartbandentreffer zum 5:5, der ein Raunen durch den Keller gehen ließ. (Zwischenstand 8:10)
Im folgenden Goalie traf „Bandenchef“ Andreas auf Malte. Er startete stark, führte mit 4:2, brachte sich dann aber selbst aus dem Rhythmus. Nach einem unglücklichen Eigentor zum 4:4 fehlte es etwas an Präzision und Überzeugung in der Offensive, während seine Defensive weiterhin stark blieb. Beim Stand von 4:5 parierte Andreas sieben (!) gegnerische Angriffe fulminant, konnte seine Konter aber nicht erfolgreich abschließen – 4:6 (Zwischenstand 8:12).
Das folgende Doppel „RollJo“ ging hochmotiviert in die Partie gegen Malte und Nick, konnte aber nur einen Punkt ergattern (5:5, 2:6).
Im ersten Satz begann Markus mit zwei schnellen Jets, doch die Gegner hielten dagegen. Beim Stand von 3:3 hatte Stefan seine stärkste Phase: ein sehenswerter Schieber von der Zwei brachte die Führung, flankiert von starken Paraden – Nick fand keine Lücke. Ein Eigentor sorgte sogar für das 5:3, doch nach einem cleveren Timeout drehte Roter Stern wieder auf und sicherte das Remis.
Der zweite Satz war kurz und schmerzlos: Nach dem 2:2 fanden die Kellerkicker keine Lücken mehr, luden die Gegner zu Abschlüssen ein und verloren 2:6. Der Zwischenstand von 9:15 bedeutete: Viel durfte jetzt nicht mehr schiefgehen, wenn man noch einen Punkt holen wollte.
Markus traf in seinem Einzel auf Malte und gestaltete es ausgeglichen. Bandentreffer nach Art des „Jofessors“ und einige Jets sorgten für Spannung. Beim Stand von 4:5 zeigte er Nervenstärke: Eine Glanzparade ging fließend in einen frechen geraden Vollspannschuss über – 5:5! Der Zwischenstand: 10:16. Die Kellerkicker mussten nun alle drei verbleibenden Sätze gewinnen, um noch ein Unentschieden zu holen.
Luca gab im folgenden Einzel gegen Alexander alles, führte nach starken Jets und schnellen Treffern von der Fünf sogar 5:4, musste sich aber durch einen unglücklichen Gurkentreffer von der Fünf mit einem 5:5 begnügen – der Auswärtssieg für Roter Stern war damit perfekt (11:17).
Das letzte Doppel des Abends zeigte dann pure Kickerfreude auf beiden Seiten. Markus und Luca setzten sich im ersten Satz sehenswert mit 6:4 gegen Benjamin und Alexander durch – unvergessen der „Züweringsche Schrei“ nach dem 3:2, als er „den Jürgen machte“ und frech von der Fünf traf. Einige saubere Jets von Luca und gute Paraden von Markus machten den Satzsieg perfekt (13:17). Bemerkenswert: Der Satz dauerte ganze 14:30 Minuten – der längste des Abends, obwohl der Spieltagssieg schon entschieden war.
Der letzte Satz ging dann an Roter Stern (3:6). Die Gäste packten noch einmal alles aus, was der Kickeralltag an „Schmutz“ bereithält – Dachlattenreferenzen inklusive. Der letzte Treffer, ein schräger Hoppler von der Drei, rundete einen kuriosen Satz treffend ab.
Fazit
Die Kellerkicker müssen sich dem sehr sympathischen Zweitliga-Absteiger Roter Stern Kickers geschlagen geben, können die Partie aber lange spannend halten. Die Qualität der Gegner – insbesondere in der Offensive – machte in vielen Sätzen den entscheidenden Unterschied.
Das 13:19-Endergebnis zeigt jedoch erneut, dass der Aufsteiger auch gegen Topteams der dritten Liga durchaus mithalten kann.
Die Kellerkicker können stolz auf ihre Leistung sein und wertvolle Erfahrungen mitnehmen, um die kommenden Partien wieder erfolgreicher zu gestalten.
