Nach dem Spiel
Spielbericht
Kellerkicker chancenlos gegen Aufsteiger – die Giganten eine Nummer zu groß
2. Spieltag · 3. Liga D, 09.09.26, FC St.Pauli Clubheim
FC St. Pauli Giganten – Kellerkicker Bergedorf 21:11 (82:65)
Der Fehlstart ist perfekt. Auch im zweiten Saisonspiel blieben die Kellerkicker Bergedorf ohne Punktgewinn. Beim Aufsteiger FC St. Pauli Giganten setzte es eine deutliche 11:21-Niederlage. Dabei sah es zur Halbzeit noch gar nicht so schlecht aus. Mit 6:10 lagen die Kellerkicker in Schlagdistanz – in der zweiten Hälfte aber zogen die jungen St. Paulianer davon.
Das vor der Partie ausgerufene Duell „Alte Herren gegen Junior:innen“ ging damit ziemlich eindeutig an die Jugend. Vor allem in den Doppeln waren die Giganten an diesem Abend tatsächlich eine Nummer zu groß.
Dominik beeindruckt – Alex startet stark
Schon im ersten Satz zeigte sich, was die Kellerkicker an diesem Abend erwarten würde. Dominik Irler ließ Markus beim 6:2 kaum eine Chance. Mit seiner Ballsicherheit und seinen Fähigkeiten auf der Fünfer- und Dreierreihe beeindruckte er nicht nur den „Jofessor“ und wurde zum prägenden Spieler auf Seiten der Giganten.
Alex sorgte anschließend für die erste Bergedorfer Antwort. Gegen Lasse gewann er sein Einzel überzeugend mit 6:3 und holte damit den ersten Satz des Abends.
In den folgenden Doppeln zeigte sich dann allerdings bereits das spätere Grundproblem. Stefan und Alex teilten sich gegen Dominik und Joshua die Punkte: auf ein 3:6 folgte ein deutliches 6:1. Dieter und Markus blieben gegen Lasse und Tobias dagegen beim 3:6 und 4:6 ohne Satzgewinn.
Auch Luca und Alex kamen gegen Dominik und Levin auf eine ausgeglichene Bilanz. Dem 6:3 folgte ein 3:6. Damit stand zur Halbzeit ein 6:10 auf dem Spielbogen. Kein gutes Ergebnis – aber eines, aus dem noch etwas zu machen gewesen wäre.
Die Einzel halten – die Doppel brechen weg
Bemerkenswert: Anders als bei der 10:22-Auftaktniederlage gegen die Fuchs AG waren die Einzel diesmal nicht das Problem.
Markus erwischte gegen Joshua zunächst keinen optimalen Start, kämpfte sich aber in die Partie und holte den Satz noch mit 6:4. Alex bekam es ein zweites Mal mit Lasse zu tun. Nach seinem 6:3 in der ersten Hälfte entwickelte sich diesmal ein deutlich härterer Kampf, den der St. Paulianer schließlich knapp mit 6:4 für sich entschied.
Luca spielte seine beiden Einzel gegen Fine – und erlebte dabei zwei durchaus kuriose Sätze. Beide endeten 5:5, stellenweise mit Toren, bei denen vermutlich beide Seiten nicht ganz sicher waren, wie der Ball eigentlich im Tor gelandet war. Gleichzeitig war Luca die fehlende Tischpraxis anzumerken. Wer derzeit nur selten an den Griffen stehen kann, dem fehlt in den entscheidenden Situationen zwangsläufig etwas Sicherheit.
Unterm Strich waren die Einzel damit vollkommen ausgeglichen: 6:6 Punkte. Nach dem 2:10 aus den Einzeln gegen die Fuchs AG also eine deutliche Verbesserung.
1:7 – die zweite Doppelhälfte entscheidet den Abend
Das Problem lag diesmal woanders.
Bereits in der ersten Hälfte hatten die Kellerkicker aus den sechs Doppelsätzen lediglich vier Punkte geholt. Nach der Pause wurde die Ausbeute dann noch deutlich schlechter.
Dieter und Stefan gelang gegen Fine und Levin beim 5:5 noch der einzige Punktgewinn der zweiten Doppelhälfte. Ansonsten gingen sämtliche Sätze an St. Pauli. Am Ende stand aus diesen vier Doppeln ein ernüchterndes 1:7.
Damit ergibt sich ein ziemlich eindeutiges Bild: Die Einzel endeten 6:6, die Doppel 5:15. Genau dort wurde der Spieltag verloren.
Und das ist insofern bemerkenswert, als beim Saisonauftakt noch das genaue Gegenteil gegolten hatte. Gegen die Fuchs AG waren es vor allem die Einzel gewesen, in denen die Kellerkicker deutlich unterlegen waren. Gegen die Giganten funktionierten diese wesentlich besser – dafür brachen die Doppel weg.
Das bekannte Problem bekommt einen neuen Anstrich
So unterschiedlich beide Niederlagen zustande kamen, die Ursachen ähnelten sich. Den Kellerkickern fehlten gegenüber ihren Gegnern erneut Präzision, Klarheit, technische Sicherheit und Überzeugung in den entscheidenden Situationen.
Die Giganten spielten keineswegs fehlerfrei. Aber wenn sich Möglichkeiten ergaben, nutzten sie diese häufiger. Gerade in den Doppeln gelang es den Kellerkickern zu selten, Ballbesitz auf der Fünf kontrolliert nach vorne zu bringen und anschließend auf der Drei konsequent abzuschließen.
Nach zwei Spieltagen stehen damit zwei deutliche Niederlagen zu Buche: 10:22 gegen die Fuchs AG, nun 11:21 gegen die Giganten. Dass beide Spiele gegen starke Gegner verloren gingen, ist kein Grund zur Panik, allerdings schon ein Hinweis darauf, dass noch einiges an Arbeit wartet.
Viel Zeit bleibt dafür nicht.
Am 25. September kommt mit „Nen Rudel Gurken“ ein echtes Hamburger TFVHH-Traditionsteam in den heimischen Kickerkeller. Einfacher dürfte es dort kaum werden.
Nach zwei Niederlagen zum Auftakt braucht es nun eine klare Leistungssteigerung. Denn so früh die Saison auch noch ist: Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen sollte besser nicht allzu groß werden, möchten die Kellerkicker auch in dieser Saison die Klasse halten.
