Nach dem Spiel
Spielbericht
Teams: Kellerkicker Bergedorf – HSV Schießbude
Datum und Uhrzeit: Donnerstag, 02. Oktober 2025, 19:00 Uhr
Ort: Kickerkeller RLW
Endergebnis: Kellerkicker Bergedorf – HSV Schießbude 21:11 (81:66)
Im zweiten Anlauf: Den Kellerkickern gelingt der erste Sieg in Liga 3!
Abermals ein Spieltag, an dem im Kickerkeller Kickergeschichte geschrieben wird. Die Kellerkicker schlagen den Favoriten des HSV am Ende deutlich mit 21:11 und feiern damit den ersten Sieg der Vereinsgeschichte in Liga 3. In einem spannenden Spiel konnten die Kellerkicker bereits vor dem letzten Doppel des Abends den Heimsieg bejubeln.
Halbzeitführung trotz holprigen Starts
Im Auftaktsatz des Spieltages lieferte sich Obi ein intensives und mit 11:14 Minuten sehr langes Duell mit seinem Kontrahenten Andreas. Immer wieder gelang es ihm, sich mit gezielten Jet-Anschlusstreffern einem durchaus verdienten Punktgewinn anzunähern. Letztlich beschenkte er seinen Gegner jedoch mit einer vermeidbaren Einladung zum Block bei einem Schieberversuch von der Zwei – anstelle des erhofften Ausgleichstreffers.
Auch Alex musste sich im folgenden Einzel dem, besonders auf der Drei, trickreich aufspielenden Thomas geschlagen geben. Beim 3:6 wurde einmal mehr deutlich, dass gegen gute Drittligaspieler nahezu jeder Ball auf der Drei sitzen muss, wenn man auf einen Punktgewinn hoffen will.
Den frühen 0:4-Rückstand konnten Andreas und Martin im anschließenden Doppel fulminant egalisieren. Beim 6:3 und 6:4 gegen Wolfgang und Danny klappte fast alles bei den Kellerkickern. Martin versenkte eine Vielzahl präziser Jets, während Andreas mit Glanzparaden und gelungenen Spieleröffnungen überzeugte – und gelegentlich selbst von der Zwei traf, wie beim 6:3 im ersten Satz. Besonders hervorzuheben ist die starke Aufholjagd im zweiten Satz: Nach 0:3-Rückstand drehte das Duo den Spielstand in kurzer Zeit. Schlüssel zum Erfolg war besonders Obis starke Jetquote.
Auch das folgende Doppel „ObiLex“ blieb beim 6:3 und 5:5 gegen Dennis und Thomas ungeschlagen und brachte die Kellerkicker erstmals in Führung. Im ersten Satz war Alex’ „Methodenvielfalt“ auf der Drei sehr hilfreich: Pinshot, Schieber, Jet und Tick-Tack ließen sich vom gegnerischen Goalie kaum antizipieren. Dass der zweite Satz nicht ebenfalls mit einem Sieg endete, lag an einigen sehenswerten Treffern des HSV, insbesondere an Dennis’ starker Bande zum Endstand.
Das letzte Doppel der ersten Hälfte – Andreas und Markus gegen Marcel und Wolfgang – endete 6:3 und 2:6 und sorgte für eine 9:7-Halbzeitführung. Im ersten Satz zeigte sich der „Jofessor“ mit perfekt berechneten Jets äußerst effektiv und traf zum Sieg letztlich etwas glücklich von der Fünf. Im zweiten Satz lief für die Kellerkicker jedoch kaum noch etwas zusammen, sodass das 2:6 leistungsgerecht ausfiel.
Eine starke zweite Hälfte sorgt früh für Klarheit
Die zweite Hälfte begann diesmal, anders als in den Spielen zuvor, nicht mit zwei Goalie-Sätzen, sondern mit Einzeln. Der wiedergenesene Luca traf zunächst auf HSV-Danny. In einem engen Kopf-an-Kopf-Kick sorgte vor allem Dannys starke offensive Zwei für das 4:6-Endergebnis. Luca hatte zwischenzeitlich 4:3 geführt und kurz vor Schluss sogar den Ball auf der Drei, doch der leicht missglückte Jet leitete den Gegenangriff zum 4:6 ein. Der kluge schräge Kurbler von Danny war dabei durchaus lehrreich – insbesondere für Alex, der im nächsten Satz ebenfalls gegen Danny antrat.
Scherzhaft meinte Alex vor dem Spiel, der Schlüssel zum Erfolg sei, Danny „einfach keine Bälle zu geben“. Mit etwas Spielglück und Handlungsschnelligkeit ging dieser Plan beim 6:3-Satzsieg sogar auf. In nicht einmal sechs Minuten (inklusive Timeout) fackelte Alex nie lange, sondern fand intuitiv die Lücken: Tick-Tack, Pinshot, Schieber und einige (Banden-)Abstauber sorgten dafür, dass Danny nie richtig ins Spiel kam. Bemerkenswert: der Sieg gelang komplett ohne einen einzigen Jetversuch.
Im folgenden Doppel trafen Luca und Alex auf die vermutlich stärksten HSV-Schießbuden des Abends, Danny und Thomas. Beim 3:6 im ersten Satz (trotz 3:1-Führung) klappte bei den Kellerkickern wenig – vermeidbare Ballverluste, Eigentor von der Zwei, Kontrollverlust auf der Fünf, falsche Entscheidungen auf der Drei. Die Kontrahenten hingegen nutzten ihre Chancen eiskalt. Doch das „Doppel Z“ kämpfte sich zurück und erkämpfte im zweiten Satz einen wichtigen 6:4-Sieg. Das 6:4 durch einen Jet von Luca zeigte auch, wie wertvoll ein Timeout zur richtigen Zeit sein kann.
Nach diesem Kraftakt folgten bis zum Spielende nur noch Satzsiege für die Kellerkicker. Markus feierte in seinem Einzel gegen Marcel seinen ersten Drittliga-Einzelsatzsieg. Nach zwischenzeitlicher Fahrigkeit fand er rechtzeitig zurück in die Spur und ließ seinem Gegner mit gezielten Jets letztlich keine Chance mehr. Der Zwischenstand von 15:11 bedeutete: Luca konnte im folgenden Einzel gegen Andreas den Sieg klar machen.
Und dann machte es tatsächlich „Züüüüüüü“: Das 6:3 gegen Andreas forderte Luca alles ab und zeigte zugleich, dass er sich auch vor erfahrenen Drittligaspielern nicht verstecken muss. Seine starke Defensive, zu Beginn gepaart mit etwas Glück bei einem Bandeneigentor des Gegners und einem Block auf der Drei, leitete über in zwei gezielte Jets und ein glückliches Mittelfeldbandentor zum 5:3. Damit war ein Spieltagspunkt gesichert. Dann begann das große Zittern: Knapp fünf Minuten brauchte Luca, um den entscheidenden sechsten Treffer per Jet zu erzielen. Umso größer war die Freude, als der kurz geschobene Jet schließlich unhaltbar einschlug.
Mit dem frühzeitigen Ligasieg im Rücken konnten Markus und Luca im letzten Doppel frei aufspielen. Die beiden erspielten zwei weitere Satzsiege (6:1, 6:3) und untermauerten, dass der Erfolg verdient war – auch wenn das 21:11 deutlicher wirkt, als der Spielverlauf es tatsächlich hergab. Sehenswert waren in diesem Doppel nicht nur Lucas platzierte Jets, sondern auch die Finten, Zweierreihenzieher und Standbanden des „Jofessor“, die die Kellerkickerspielfreude bestens illustrierten.
Fazit
Die Kellerkicker können bei guter Tagesform auch in Liga 3 siegen! Gegen die HSV-Schießbuden, die am Ende sichtbar mit der Niederlage haderten, waren Technik, Flexibilität, Fokus und eine Prise Spielglück die entscheidenden Zutaten zum historischen Erfolg. Diese werden in den kommenden Partien gegen nominell noch stärkere Gegner umso wichtiger sein, um neben Erfahrung vielleicht auch weitere Punkte zu sammeln.
Die nächste Gelegenheit dafür bietet die Auswärtspartie gegen Partisan Pinshot, die in der letzten Saison nur knapp den Aufstieg in Liga 2 verpassten und einen Kader stellen, der einige zweitligaerfahrene Kicker beinhaltet.
