Nach dem Spiel
Spielbericht
Widerstand zwecklos: Kellerkicker vertreiben die Partisanen!
TFVHH Liga 3c · 12. Spieltag
Kellerkicker Bergedorf – Partisan Pinshot
Endstand: 20:12 (80:65)
Duell der Tabellennachbarn – mit veränderter Ausgangslage
Sechster gegen Fünfter, vier Punkte Differenz – und plötzlich deutlich mehr Druck als noch eine Woche zuvor. Durch den überraschenden Sieg von „Exorbitanter Schabernack“ gegen Tabellenführer „Von der Stange“ war der Abstiegskampf neu entfacht worden. Für die Kellerkicker bedeutete das: Ein Heimsieg war Pflicht, um den Abstand nach unten wieder auf komfortable sieben Punkte auszubauen – und gleichzeitig bis auf zwei Punkte an die Partisanen heranzurücken.
Interessant dabei: Während die Kellerkicker mit gleich sechs Spielern personell aus dem Vollen schöpfen konnten, stand bei Partisan Pinshot im Vergleich zum Hinspiel (18:14 für die Kellerkicker im KIXX) nur noch Thomas aus der damaligen Startformation an den Griffen. Ein komplett neues Gesicht also – zumindest auf Seiten der Gäste.
Auftakt wie erwartet
Wie so oft eröffnete der Jofessor den Abend – und wie so oft endete sein Match mit einem 5:5. Gegen Sebastian entwickelte sich ein zäher Abnutzungskampf, in dem Markus mit Bande, Jets und cleveren Abschlüssen immer wieder Akzente setzte. Beim Stand von 5:4 schien der Satzgewinn greifbar nahe, ehe Sebastian mit einem präzisen Jet den Ausgleich erzielte.
Anschließend brachte Alex die Kellerkicker erstmals in Führung. Gegen den einzigen „Hinspiel-Partisanen“ Thomas zeigte er zwar keine perfekte, aber eine effektive Leistung: Pinshotzieher, Tick-Tack, Bande – und sogar ein wenig „Gurken-Glück“ sorgten für ein 6:3 und das wichtige 3:1 im Gesamtstand.
ObiLex zwischen Kontrollverlust und Machtdemonstration
Im ersten Doppel des Abends zeigte „ObiLex“ zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Zunächst dominierten Martin und Alex klar, führten schnell mit 4:1 und schienen auf dem Weg zu einem souveränen Satzgewinn. Doch zwei klug gesetzte Timeouts der Partisanen brachen den Rhythmus komplett. Thomas übernahm das Mittelfeld, platzierte nahezu jeden Jet perfekt – und plötzlich stand es 4:5.
In dieser kritischen Phase bewies Obi Nervenstärke und rettete mit einem fulminanten Jetzieher noch das 5:5.
Im zweiten Satz folgte dann die Antwort: Keine Schwankungen mehr, keine Nachlässigkeiten. Alex traf vorne mit Jetschiebern und Pinshots nach Belieben, während Martin hinten drei von vier Jetversuchen entschärfte. Das klare 6:1 brachte die Kellerkicker früh mit 6:2 in Führung.
Hin und her bis zur Pause
Doch die Gäste hielten dagegen. Markus musste sich Hannes knapp mit 4:6 geschlagen geben, beim Stand von 4:5 klopfte eigentlich bereits das nächste Unentschieden für ihn an, doch Hannes verwandelte den letzten Angriff mit einem trockenen Schuss von der 5er Reihe zum 4:6 (Zwischenstand 6:4). Danach konnte der abermals starke Obi mit einer beeindruckenden Jet-Serie gegen Sebastian kontern.
Besonders auffällig dabei: Nach einer schnellen 5:1-Führung ließ Martin seinen Gegner nochmals auf 4:5 herankommen – unter anderem durch eine starke Bande von Sebastian – bevor ein schräger Jetzieher den Satz endgültig entschied (6:4).
Kurz vor der Pause mussten Andreas und Markus dann im Doppel gegen Sebastian und Hannes einen Rückschlag hinnehmen. Vor allem Sebastians Dominanz im Mittelfeld und seine nahezu unhaltbaren Jets sorgten für ein deutliches 3:6 und 1:6.
So ging es mit einem insgesamt leistungsgerechten 8:8 in die Halbzeitpause. Bemerkenswert: Trotz des Namens „Pinshot“ kamen die Gäste fast ausschließlich über Jets zum Erfolg.
Obi eröffnet die zweite Hälfte – und setzt den Ton
Nach dem Seitenwechsel übernahm Obi erneut Verantwortung – und wie. Gegen Alexander zeigte er eine Jet-Show der Extraklasse: kurz, lang, schräg, aus dem Stand, verzögert – nahezu jede Variante saß. Das 6:4 war nicht nur sehenswert, sondern auch enorm wichtig für den weiteren Spielverlauf.
Direkt danach trat Kapitän Rollo an den Tisch – und setzte auf ein völlig anderes Stilmittel. Statt Jets dominierte er mit präzisen Schiebern und Ziehern, krönte seine Leistung mit einer wunderschönen kurzen Bande zum 5:5 und baute die Führung auf 11:9 aus.
Doppel Z liefert ab
Im Anschluss folgte die wohl entscheidende Phase des Spiels – und einmal mehr war es das „Doppel Z“, das ablieferte.
Gegen Thomas und Hannes dominierten Luca und Alex nach Belieben. Im ersten Satz gelang den Gästen lediglich ein Treffer – eine abgefälschte „Gurke“ von der Zwei. Ansonsten kontrollierten die Kellerkicker das Spiel komplett: Luca hielt hinten nahezu alles, spielte präzise Pässe, während Alex vorne mit Pinshots, Jets und einem finalen Schieber zum 6:1 abschloss.
Im zweiten Satz wurde es durch einen Positionswechsel der Partisanen etwas enger, doch die Kellerkicker behielten die Kontrolle. Nach zwischenzeitlichen Treffern auf beiden Seiten, einem Timeout und taktischen Anpassungen war es schließlich Luca, der mit einem präzisen Jet den 6:3-Endstand erzüüüüüüüülte.
Mit dem 15:9 war die Partie nahezu entschieden.
Souveräner Schlusspunkt
Alex ließ im folgenden Einzel gegen Thomas keinerlei Zweifel aufkommen. In nicht einmal vier Minuten stellte er mit einem klaren 6:1 den Spieltagssieg sicher – inklusive Tick-Tack, Pinshot, Jet und einem unglücklichen Eigentor des Gegners.
Anschließend kämpfte sich Luca im Einzel gegen Hannes nach zwischenzeitlichem Rückstand noch zu einem 5:5. Der Satz verlangte Luca alles ab. Er führte zunächst durchgehend, bevor Hannes mit dem vorletzten Treffer mit 5:4 in Führung ging. Danach dauerte es drei Minuten, bis Luca endlich der verdiente Ausgleich mit einem präzisen Jetschieber gelang. (Zwischenstand 18:10)
Im letzten Doppel des Abends wurde nochmals Spektakel geboten. Erstmals in dieser Saison standen Rollo und Luca gemeinsam am Tisch. Gegen Alexander und Sebastian entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: Nach einem knappen 4:6 im ersten Satz übernahm Luca im zweiten Durchgang komplett die Kontrolle im Mittelfeld und verwandelte sechs Jets nahezu nach Belieben – geschoben, gezogen, mittig. Das verdiente 6:4 setzte den Schlusspunkt unter einen überzeugenden Auftritt.
Fazit
Die Kellerkicker werden endgültig zum Angstgegner der Partisanen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte zeigte das Team eine dominante zweite Halbzeit, in der vor allem Effizienz, Variabilität und mentale Stabilität den Unterschied machten.
Besonders hervorzuheben: Mit Rollo, Obi, Luca und Alex blieben gleich vier Spieler am gesamten Abend ungeschlagen. Zudem gelang es dem Team, trotz zwischenzeitlicher Schwankungen stets die Kontrolle zurückzugewinnen – ein klares Zeichen für die gewachsene Spielstärke.
Mit diesem 20:12-Heimsieg sichern sich die Kellerkicker nicht nur wichtige Punkte im Abstiegskampf, sondern senden auch ein deutliches Signal an die Konkurrenz.
Beim nächsten Spiel gegen den Aufstiegsfavoriten „Roter Stern Kickers I“ wird erneut hohe Effizienz gefragt sein – doch mit dieser Leistung im Rücken darf man sich auf den nächsten Kontrahenten freuen.
