Saison 2025/26 · 18. Spieltag

18. Spieltag: Exorbitanter Schabernack

Exorbitanter Schabernack

19:13

Kellerkicker Bergedorf

Niederlage Tore 80:70

  • Mi, 01.07.2026, 20:00 Uhr
  • Kickerliga

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Direkter Vergleich gegen Exorbitanter Schabernack

  • 2Spiele
  • 1–0–1S-U-N
  • 34:30Spielpunkte
  • 154:143Tore
  1. 06.02.26 21:11
  2. 01.07.26 19:13
Spielanalyse

Exorbitanter Schabernack – Kellerkicker Bergedorf
TFVHH Liga 3c, 18. Spieltag
Mittwoch, 01.07.2026, 20:00 Uhr – KIXX

Ausgangslage

Zum Abschluss ihrer ersten Drittligasaison wartet auf die Kellerkicker Bergedorf noch einmal ein besonderes Duell. Im letzten Saisonspiel treffen sie auf ihren Mitaufsteiger Exorbitanter Schabernack – jenem Team, das ebenso wie die Kellerkicker vor einem Jahr den Sprung in Liga 3 geschafft hatte.

Die tabellarische Ausgangslage hat sich allerdings in den vergangenen Wochen grundlegend verändert.

Während die Kellerkicker ihren Klassenerhalt bereits vor dem 17. Spieltag feiern konnten, steht seit dem vergangenen Spieltag fest, dass Exorbitanter Schabernack den Gang zurück in die 4. Liga antreten muss. Die letzte Hoffnung auf den Ligaverbleib platzte ausgerechnet durch die Niederlage der Kellerkicker gegen die Fellow Unicorns, wodurch Schabernack die rechnerische Chance auf den Klassenerhalt verlor.

Ganz bedeutungslos ist die Partie dennoch keineswegs.

Mit einem Sieg könnten die Kellerkicker – abhängig von den Ergebnissen der Konkurrenz – noch mehrere Tabellenplätze gutmachen und die Saison statt auf Rang acht möglicherweise sogar auf Platz sechs beenden. Gleichzeitig kämpft Teamchef Alex noch um einen ganz persönlichen Erfolg: Vor dem letzten Spieltag führt er die Einzelrangliste der Liga an und möchte diesen außergewöhnlichen Erfolg natürlich verteidigen.

Für Motivation ist auf Kellerkickerseite also trotz des bereits erreichten Klassenerhalts mehr als genug gesorgt.

Besondere Rahmenbedingungen

Eigentlich sollte das Saisonfinale im Joy stattfinden. Da die Spielstätte kurzfristig nicht zur Verfügung steht, wird die Begegnung ins KIXX verlegt.

Dort herrscht traditionell mittwochs Hochbetrieb, denn parallel findet das beliebte Mittwochsdoppel („MiDo“) statt. Entsprechend voll dürfte das KIXX werden – eine ungewohnte, aber stimmungsvolle Kulisse für den Saisonabschluss.

Rückblick auf das Hinspiel

Das erste Aufeinandertreffen entwickelte sich zu einem der wichtigsten Siege der gesamten Saison.

Kellerkicker Bergedorf – Exorbitanter Schabernack 21:11 (84:63)

Damals war die Ausgangslage eine völlig andere: Beide Teams steckten mitten im Abstiegskampf, das Spiel wurde im Vorfeld zurecht als klassisches Vier-Punkte-Spiel bezeichnet.

Die Kellerkicker hielten dem Druck beeindruckend stand.

Bereits Alex setzte mit seinem klaren 6:2 gegen Lennart früh ein Zeichen und brachte sichtbar Ruhe ins eigene Spiel. Anschließend dominierten Alex und Luca im Doppel gegen Lennart und Eva mit 6:3 und 6:2 und sorgten früh für eine komfortable Führung.

Auch Martin und Alex überzeugten später im Doppel mit zwei klaren Satzgewinnen gegen Christoph und Eva, während Markus mit einem deutlichen 6:1 im Goalie gegen Michael den wohl souveränsten Einzelsieg des Abends feierte.

Bemerkenswert war vor allem die Geschlossenheit der Mannschaft:

Die Kellerkicker verloren kein einziges Einzel, dominierten die Doppel und entschieden die Begegnung bereits vor den letzten Partien.

Dieser Erfolg bildete letztlich einen der wichtigsten Grundsteine für den späteren Klassenerhalt.

Saisonverlauf Exorbitanter Schabernack

Die Saison verlief für den Mitaufsteiger deutlich schwieriger als erhofft.

Nach einer schwachen Punktausbeute in der Hinrunde (lediglich 2 Punkte) starten sie in der Rückrunde eine bravuröse Aufholjagd, besiegten dabei als einziges Ligateam den Liga 3c Meister Von der Stange beeindruckend mit 19:13. Es gelangen immer wieder Achtungserfolge, insgesamt reichte die Punkteausbeute jedoch nicht aus, um die Klasse zu halten.

Mit dem feststehenden Abstieg dürfte der Druck nun allerdings verschwunden sein – eine Situation, die gerade in einem letzten Saisonspiel durchaus gefährlich werden kann.

Kaderanalyse Exorbitanter Schabernack

Die Mannschaft besitzt durchaus einige starke Einzelspieler, verfügt jedoch nicht über dieselbe Breite wie viele Konkurrenten.

Die Leistungsträger:

• Sören Hüttemann (19., 51 %)

• Christoph Froese (32., 47 %)

• Lilli Moana Kessel (36., 48 %)

• Raphael Wendland (37., 43 %)

• Jonas Brinkmann (40., 44 %)

Dahinter folgen:

• Lennart David (54., 53 %)

• Michael Marcks (55., 44 %)

• Eva Marcks (78., 13 %)

Gerade Sören zählt zu den stärksten Spielern der Mannschaft und dürfte erneut eine Schlüsselrolle einnehmen. Im Hinspiel zeigte jedoch auch Lennart phasenweise starke Defensivarbeit, während Christoph besonders durch seine kraftvollen Jet- und Schiebervarianten auffiel.

Kellerkicker Kaderanalyse

Für die Kellerkicker gehen voraussichtlich erneut vier Spieler an den Start:

• Alex – Rang 1 (64 %)

• Luca – Rang 9 (54 %)

• Markus – Rang 47 (31 %)

• Stefan – Rang 60 (40 %)

Mit Alex stellen die Kellerkicker Bergedorf aktuell den statistisch besten Einzelspieler der gesamten Liga. Gerade im letzten Saisonspiel dürfte er alles daransetzen, diese Spitzenposition zu verteidigen.

Auch Luca reist mit der Motivation an, seine starke Premierensaison in Liga 3 erfolgreich abzuschließen. Gemeinsam bilden beide erneut das Herzstück der Kellerkicker, aber auch der Jofessor und der Kapitän wollen ihre Statistiken im letzten Saisonspiel weiter verbessern.

Formkurve

Exorbitanter Schabernack

N – N – S – N – S

Kellerkicker Bergedorf

N – N – N – N – N

Auf den ersten Blick spricht die Formkurve gegen die Kellerkicker.

Allerdings erzählt sie nur einen Teil der Geschichte. Die jüngsten Niederlagen kamen fast ausschließlich gegen Spitzenteams zustande und fielen häufig äußerst knapp aus. Vor allem das 15:17 beim späteren Meister Von der Stange zeigte, dass die Leistungen deutlich besser waren als die nackten Ergebnisse.

Schlüssel zum Spiel

Für die Kellerkicker wird entscheidend sein, noch einmal die Tugenden abzurufen, die sie durch die gesamte Saison getragen haben:

• die Stärke des „Doppel Z“ nutzen,

• die generelle Doppelstärke aus dem Hinspiel wiederfinden,

• konzentriert bleiben, obwohl der Klassenerhalt bereits feststeht.

Exorbitanter Schabernack dürfte dagegen versuchen, sich mit einem Erfolg aus der Liga zu verabschieden. Ohne Abstiegsdruck könnte die Mannschaft deutlich befreiter auftreten als in den vergangenen Wochen.

Siegeswahrscheinlichkeit

Unter Berücksichtigung von

• dem deutlichen 21:11 im Hinspiel,

• der höheren individuellen Qualität der Kellerkicker,

• sowie der Motivation auf beiden Seiten,

ergibt sich folgende Einschätzung:

Kellerkicker Bergedorf: 63 %
Exorbitanter Schabernack: 30 %
Unentschieden: 7 %

Fazit

Das Saisonfinale steht ganz im Zeichen zweier sehr unterschiedlicher Geschichten.

Die Kellerkicker reisen als frisch gebackener Drittligist an, der seine Premierensaison erfolgreich abgeschlossen hat und nun sogar noch um eine bessere Platzierung sowie die Spitzenposition der Einzelrangliste kämpft. Exorbitanter Schabernack dagegen wird sich nach nur einer Saison wieder aus Liga 3 verabschieden müssen und möchte zumindest einen versöhnlichen Abschluss erspielen.

Das Hinspiel hat gezeigt, dass die Kellerkicker dem Mitaufsteiger spielerisch überlegen sein können. Gleichzeitig dürfte Schabernack ohne Druck noch einmal mutig aufspielen.

Für die Kellerkicker bietet sich die Chance, eine bemerkenswerte Saison mit einem Erfolg zu beenden. Ein Sieg würde nicht nur die Möglichkeit eröffnen, noch auf Platz sechs vorzurücken, sondern auch ein passendes Schlusskapitel unter eine Debütsaison setzen, die das selbst gesteckte Ziel – den Klassenerhalt – bereits vorzeitig erfüllt hat. Ein erfolgreicher Saisonabschluss wäre die verdiente Belohnung für eine Spielzeit, in der sich die Kellerkicker als drittligataugliche Mannschaft etabliert haben.

Nach dem Spiel

Spielbericht

Kellerkicker gehen mit sechster Niederlage in Folge in die Sommerpause

TFVHH Liga 3c · 18. Spieltag
Exorbitanter Schabernack – Kellerkicker Bergedorf
Mittwoch, 01.07.2026 · 20:00 Uhr · KIXX
Endstand: 19:13 (80:70)

Schwache zweite Halbzeit kostet den möglichen Punktgewinn

Zum Glück für die Kellerkicker stand der Klassenerhalt bereits vor dem letzten Saisonspiel fest. So hatte das Duell gegen den Tabellennachbarn Exorbitanter Schabernack im bis auf den letzten Platz gefüllten KIXX vor allem statistische Bedeutung. Dennoch wollten die Kellerkicker zeigen, dass sie sich den Ligaverbleib verdient hatten und die Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen.

Über weite Strecken entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Vor allem in der ersten Halbzeit überzeugten die Bergedorfer mit zumeist konzentriertem Kickerhandwerk. Nach dem Seitenwechsel fehlten jedoch zunehmend Klarheit, Präzision und Konsequenz im Spielaufbau, sodass die sechste Niederlage in Folge nicht mehr verhindert werden konnte.

Im Vergleich zur Vorwoche gab es zwei Änderungen in der Startformation: Kapitän Rollo kehrte zurück ins Team und auch Luca rückte wieder in die Startfünf.

Kellerkicker legen vor

Ungewohnt eröffnete nicht der Jofessor den Abend, sondern Teamchef Alex. Gegen Christopher fand er nach kurzen Anfangsschwierigkeiten immer besser in die Partie. Zwar setzte Christopher mit einigen schönen Treffern von der Zwei erste Akzente, doch Alex stabilisierte seine Defensive zunehmend und brachte mit zielstrebigen Offensivaktionen einen verdienten 6:3-Erfolg nach Hause.

Luca bekam es anschließend mit dem stark aufspielenden Jonas zu tun. Vor allem dessen offensive Zweierreihe sorgte immer wieder für Gefahr und öffnete regelmäßig Lücken in Lucas Defensive. Beim 2:6 gelang es Züüüü nur selten, sein gewohnt ruhiges Aufbauspiel von der Zwei oder Fünf auf den Tisch zu bringen. Eine gewisse Anfangsnervosität war ihm anzumerken.

Chancen bleiben liegen

Im ersten Doppel des Abends traf „ObiLex“ auf Eva und Christopher. Martin und Alex haderten dabei vor allem mit ihrer Chancenverwertung und einer Reihe unnötiger Ballverluste im Spielaufbau. Dennoch sprang ein 5:5 und ein verdienter 6:4-Satzsieg heraus, wodurch die Kellerkicker erstmals mit 5:3 in Führung gingen.

Lange hielt dieser Vorsprung allerdings nicht. Stefan und Markus mussten sich anschließend Lilli und Jonas stellen und kamen nicht über ein 3:6 sowie ein 5:5 hinaus. Vor allem im ersten Satz fehlte es an klar herausgespielten Torchancen, während Jonas auf der Drei nahezu jeden Fehler der Kellerkicker konsequent bestrafte – trotz intensiver Verteidigungstänzchen des Kapitäns. Im zweiten Satz fand Markus endlich zu seiner Jetpower zurück, während Rollo von der Zwei zunehmend bessere Lösungen fand, um die gegnerischen Reihen zu durchbrechen. Der Zwischenstand lautete nun 6:6.

Den Abschluss der ersten Hälfte bildete schließlich das „Doppel Z“. Gegen Michael und Christoph blieben Luca und Alex zwar ungeschlagen, ärgerten sich aber über das 5:5 im zweiten Satz. Beim überzeugenden 6:3 funktionierte vieles von dem, was das Duo in dieser Saison ausgezeichnet hatte: sauberer Spielaufbau von der Zwei, ruhiges Passspiel über die Fünf und enorme Methodenvielfalt im Angriff. Im zweiten Satz verloren die Kellerkicker jedoch plötzlich die Kontrolle im Mittelfeld, während Christophs geschobene Jets immer präziser einschlugen.

So musste man sich letztlich sogar glücklich über das Remis zeigen. Mit einer 9:7-Führung ging es dennoch hoffnungsvoll in die Halbzeitpause.

Schabernack dreht die Partie

Leider konnten die Kellerkicker nach dem Seitenwechsel nicht mehr an ihre starke erste Halbzeit anknüpfen.

Luca musste sich Raphael deutlich mit 2:6 geschlagen geben. Immer wieder fing Raphael Lucas Aufbauversuche früh ab und setzte ihn dadurch dauerhaft unter Druck. Da nahezu jeder Jetangriff des Schabernackers den Weg ins Tor fand, war der Satz schneller entschieden, als den Kellerkickern lieb sein konnte.

Anschließend entwickelte sich zwischen Markus und Lilli erneut ein Kopf-an-Kopf-Duell. Der Jofessor brachte zahlreiche präzise Jets im gegnerischen Tor unter, doch am Ende gelang Lilli das entscheidende Tor mehr. Das knappe 4:6 bedeutete gleichzeitig den Führungswechsel zugunsten der Gastgeber.

Der Knackpunkt

Nun lagen alle Hoffnungen auf dem Doppel aus Kapitän Rollo und Obi.

Gegen Lilli und Raphael mussten sich die Kellerkicker jedoch zweimal denkbar knapp mit 4:6 geschlagen geben. Im ersten Satz waren es vor allem Lillis lange Zieher von der Zwei, die mit gleich drei Treffern den Unterschied machten. Im zweiten Satz fand Stefan endlich auch offensiv besser ins Spiel und traf unter anderem mit einem sehenswerten Schieber von der Zwei. Gleichzeitig misslangen Martin ausgerechnet in den entscheidenden Momenten einige Jetversuche, während Raphael seine Chancen eiskalt verwertete. Beide Niederlagen wären vermeidbar gewesen, gingen insgesamt aber in Ordnung.

Beim Zwischenstand von 9:15 war klar: Jeder weitere Satzverlust würde das Saisonfinale entscheiden.

Zu spät aufgebäumt

Martin traf anschließend auf Christoph, erwischte jedoch keinen guten Satz. Mehrere Unforced Errors gleich zu Beginn luden seinen Gegner förmlich zum Toreschießen ein. Das deutliche 2:6 spiegelte die Kräfteverhältnisse dieser Begegnung wider und besiegelte gleichzeitig beim Stand von 9:17 die Niederlage der Kellerkicker.

Im nur noch statistisch relevanten vorletzten Einzel bekam es Alex mit Raphael zu tun. Beide agierten mit offenem Visier. Raphael überzeugte erneut mit starken Treffern von der Zwei und führte zwischenzeitlich bereits 4:2. Alex biss sich jedoch eindrucksvoll zurück in die Partie und erzielte mehrere herrlich unorthodoxe Treffer zum verdienten 5:5. Gleichzeitig stellte der Teamchef sicher, den Spieltag ungeschlagen zu beenden und seine Spitzenposition in der Einzelspielerstatistik der Liga 3c nicht kampflos herzugeben.

Im abschließenden Doppel konnten Markus und Luca schließlich noch einmal befreit aufspielen. Gegen Michael und Raphael zeigte der Jofessor einige mustergültig berechnete Banden von der Zwei, während Züüüü seine ganze Spielfreude samt Bestrafungswillen entfaltete. Mit Jets, Kurblern, Quetschern und jeder Menge Kreativität erspielten sich die Kellerkicker einen verdienten 6:3-Satzsieg, ehe das abschließende 5:5 zumindest noch etwas Ergebniskosmetik betrieb. Das finale 13:19 fiel letztlich deutlicher aus, als es der tatsächliche Spielverlauf hergab.

Fazit

Die Kellerkicker verabschieden sich mit ihrer sechsten Niederlage in Folge in die Sommerpause. Auch wenn die Serie zum Saisonende schmerzt, darf sie den Blick auf die insgesamt starke Debütsaison in der 3. Liga nicht verstellen. Über weite Strecken bewiesen die Bergedorfer, dass sie auf diesem Niveau absolut konkurrenzfähig sind. Oft entschieden Kleinigkeiten, ob ein Spieltag in die eine oder andere Richtung kippte.

Nun gilt es, in den kommenden Wochen neue Energie zu tanken und weiter an den eigenen Kickerkompetenzen zu arbeiten. Denn eines hat die Premierensaison eindrucksvoll gezeigt: Liga 3 bleibt kein Kickerspaziergang. Mit etwas mehr Konstanz, Präzision und spielerischem Feinschliff dürfte es den Kellerkickern jedoch künftig deutlich häufiger gelingen, enge Partien auf ihre Seite zu ziehen. „Kellerassi geht voran!“