Nach dem Spiel
Spielbericht
Duell der Aufsteiger – Kellerkicker sichern sich Big Points im Abstiegskampf
TFVHH Liga 3c, 9. Spieltag
Kellerkicker Bergedorf – Exorbitanter Schabernack 21:11 (84:63)
Ein klassisches 4-Punkte-Spiel, ein gut gefüllter Kickerkeller und spürbare Anspannung an den Tischen: Am 9. Spieltag der Liga 3c ging es für die Kellerkicker Bergedorf gegen den Mitaufsteiger Exorbitanter Schabernack um enorm wichtige Zähler im Abstiegskampf. Am Ende nutzten die Kellerkicker ihren Heimvorteil souverän, feierten einen verdienten 21:11-Erfolg und verschafften sich zum Abschluss der Hinrunde ein komfortables Fünf-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge.
Die Atmosphäre im Kickerkeller war von Beginn an besonders: konzentriert, respektvoll und dennoch herzlich. Für zusätzliche Motivation sorgte zwischenzeitlich eine unverhoffte Zuschauerin – Heidi, die spontan auf einen Sekt vorbeischaute und die Kellerkicker charmant anfeuerte.
Starker Auftakt trotz Nervosität
Den Abend eröffnete Luca im ersten Einzel gegen Raphael. Beide Akteure agierten zunächst nervös, lieferten sich dann aber ein intensives Duell auf Augenhöhe. Für Diskussionsstoff sorgte der Ausgleichstreffer zum 5:5, bei dem der Ball nach Raphaels Schuss wieder aus dem Tor sprang – ob er vollständig hinter der Linie war, ließ sich nicht mehr zweifelsfrei klären.
Im zweiten Einzel setzte Alex direkt ein erstes Ausrufezeichen. Mit einer bärenstarken Defensivleistung und einer äußerst effektiven Dreierreihe ließ er seinem Gegner kaum Luft und fuhr einen klaren 6:2-Sieg ein – ein wichtiger Moment, der sichtbar Sicherheit ins Kellerkickerspiel brachte.
Doppel setzen früh ein Statement
Im ersten Doppel des Abends präsentierten sich Luca und Alex äußerst souverän. Gegen Lennart und Eva ließen sie nur wenige klare Chancen zu. Luca überzeugte insbesondere im ersten Satz mit starker Verteidigungsarbeit, während Alex offensiv seine ganze Methodenvielfalt ausspielte – Zieher, Pinshots und Jets von der Drei fanden immer wieder ihr Ziel. Auch einige vermeidbare Aufbaufehler auf Seiten von Schabernack spielten den Hausherren in die Karten. Die logische Folge: 6:3 und 6:2, die Kellerkicker zogen früh auf 7:1 davon.
Etwas knapper ging es im folgenden Doppel zu. Andreas und Markus mussten sich Raphael und Michael zweimal geschlagen geben. Andreas zeigte gute Bandengelegenheiten und starke Paraden gegen Raphaels Jets, während Markus phasenweise Probleme auf der Fünferreihe hatte und so seltener selbst in Abschlusssituationen kam. Besonders im zweiten Satz wäre ein Punktgewinn möglich gewesen, doch beide Durchgänge endeten mit 3:6 und 4:6 – Schabernack war wieder etwas näher dran (7:5).
Im dritten Doppel der ersten Hälfte stellten die Kellerkicker den alten Abstand jedoch wieder her. Martin und Alex dominierten Christoph und Eva deutlich. Martin zeigte in beiden Sätzen eine Glanzleistung in der Defensive und traf selbst mehrfach sehenswert, teils sogar über die Bande. Alex agierte auf der Fünf äußerst entschlussfreudig und brachte mit starken Blocks sowie präzisen Jets und Pinshots Eva immer wieder in Schwierigkeiten. Die verdienten 6:3 und 6:2 bedeuteten eine komfortable 11:5-Führung zur Halbzeit.
Kontrolle nach der Pause
Die zweite Hälfte begann mit einem spannenden Goalie-Duell zwischen Martin und Sören. Beide lieferten sich einen offenen Schlagabtausch: Martin traf mit starken Jets, Sören konterte immer wieder mit scharf gezogenen Pinshots von der Zweierreihe. Das 5:5 fühlte sich fast wie ein verpasster Sieg für Martin an, ging aber insgesamt in Ordnung.
Deutlich schneller erledigte es anschließend Markus in seinem Goalie gegen Michael. Der „Jofessor“ ließ mit präzise platzierten Jets keine Zweifel aufkommen und entschied den Satz in nicht einmal vier Minuten klar mit 6:1 – der deutlichste Sieg des Abends.
Im folgenden Doppel zeigten Andreas und Martin, dass sie aus dem unglücklichen Auftritt gegen die Fellow Unicorns gelernt hatten. Andreas traf mehrfach sehenswert „nach Bandenchef-Manier“, Martin legte besser durch und agierte deutlich effizienter als zuletzt. Ein 5:5 im ersten Satz und ein knappes 4:6 im zweiten hielten Schabernack zwar im Spiel, änderten aber nichts an der komfortablen Führung der Kellerkicker (15:9).
Punkt gesichert – Sieg früh entschieden
Im Rückspiel des Einzels traf Alex erneut auf Lennart. Die Müdigkeit war ihm anzumerken, einige Aktionen gerieten unsauber. Lennart überzeugte defensiv auf Fünf und Drei, doch Alex rettete sich mit einem wichtigen Treffer von der Fünferreihe zu einem 5:5. Dieser Punkt bedeutete bereits den vorzeitigen Punktgewinn für die Kellerkicker (16:10).
Noch besser wurde es im letzten Einzel des Abends: Luca lag gegen Christoph bereits mit 2:5 zurück, kämpfte sich jedoch mit etwas Glück bei Blocks und Abprallern beeindruckend zurück. Christoph, zuvor stark mit Mittelfeldarbeit und harten Jet-Schiebern, verlor zunehmend die Kontrolle. Das 5:5 bedeutete bereits vor dem letzten Doppel die Entscheidung zugunsten der Kellerkicker (17:11).
Spielfreude zum Abschluss
Im abschließenden Doppel konnten Markus und Luca befreit aufspielen. Ohne Druck, aber mit spürbarem Ehrgeiz zeigten sie noch einmal ihre Spielfreude. Luca legte gekonnt von der Fünf auf, variierte auf der Drei mit großer Kreativität und ärgerte die Gegner unter anderem mit einem legendären „Jürgen von der 5“. Markus stand defensiv sicher, auch wenn Lennart offensiv mehrfach gut verteidigte. Mit 6:3 und 6:4 setzten die Kellerkicker einen verdienten Schlusspunkt unter einen gelungenen Abend.
Fazit
Die Kellerkicker entscheiden das Duell der Aufsteiger souverän für sich, geben kein einziges Einzel ab und überzeugen vor allem mit ihrer Stärke in den Doppeln. Luca und Alex bleiben an diesem Abend ungeschlagen, das Team tritt geschlossen, konzentriert und nervenstark auf.
Mit diesem wichtigen Erfolg schließen die Kellerkicker die Hinrunde zufrieden ab und gehen mit Rückenwind in die Rückrunde. Dort warten auswärts mit HSV Schießbudeund VFT Reflektorschirm direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt – Spiele, in denen bei ähnlicher Leistung früh die nächsten Big Points möglich erscheinen.
Der Kickerkeller jedenfalls erlebte an diesem Abend genau das, was solche Spiele ausmacht: Spannung, Respekt, Spielfreude – und am Ende jubelnde Kellerkicker.
