Saison 2025/26 · 2. Spieltag

Liga 3: HSV „Schießbude“

Kellerkicker Bergedorf

21:11

HSV „Schießbude“

Sieg Tore 81:66

  • Do, 02.10.2025, 19:00 Uhr
  • Kickerkeller am Richard-Linde-Weg
  • Kickerliga

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V.I.F. very important facts

  • Erster Sieg in Liga 3
  • Erstes Spiel gegen eine Auswahl des HSV

Direkter Vergleich gegen HSV „Schießbude“

  • 2Spiele
  • 1–0–1S-U-N
  • 36:28Spielpunkte
  • 151:143Tore
  1. 02.10.25 21:11
  2. 17.03.26 17:15
Spielanalyse

Kellerkicker Bergedorf – HSV Schießbude (NR)

2. Spieltag TFVHH Liga 3c – Saison 2025/26

Ausgangslage

Die Kellerkicker mussten zum Auftakt in Liga 3c eine knappe Niederlage einstecken. Gegen den VFT Reflektorschirm verpasste man den erhofften Traumstart und steht nun unter Zugzwang, um die ersten Punkte in der neuen Spielklasse einzufahren.
Besonders bitter: Zum zweiten Spiel fehlen gleich drei wichtige Kellerkicker – Kapitän Rollo, Martin und Frank. Damit geht das Team geschwächt in die Begegnung.

Der Gegner HSV Schießbude ist ein neuformiertes Team, das aus den Vorjahreskadern der HSV Torschmuggler und HSV Norderstedt hervorgegangen ist. Der Name „Schießbude“ ist historisch belegt (2018–2022), die meisten heutigen Spieler haben bereits mehrere Saisons im Ligabetrieb hinter sich.

HSV Schießbude – Teamprofil

• Fusion: Mischung aus Spielern der letztjährigen Teams HSV Torschmuggler (Platz 5, 19 Punkte) und HSV Norderstedt (Platz 8, 13 Punkte).

• Spielerfahrung: Viele Spieler seit Jahren im Ligabetrieb, mit 3.-Liga-Erfahrung. Einige Leistungsträger haben den Kader allerdings in Richtung eines anderen HSV Teams verlassen.

• Erster Spieltag: Gleich 7 Spieler kamen zum Einsatz – ungewöhnlich viel Rotation, was aber auch Flexibilität zeigt. Gegner war mit „Von der Stange“ einer der absoluten Aufstiegsfavoriten.

Stärken

• Levin Sczesny (60 % Quote, 123 Sätze letzte Saison): Klarer Leistungsträger, sehr konstant.

• Wolfgang Räthel (60 % bei geringerem Volumen): Überraschend effektiv, auch als Ansprechpartner im Team wichtig.

• Danny Meinert (53 %) und Dennis Röse (50 %): solide Mittelfeldanker.

• Thomas Hannemann (48 %): erfahrener Vielspieler, stabil, auch höherklassig erprobt.

Schwächen

• Tom Hagen, Andreas Tonn und Marcel Röben: alle mit eher schwachen Quoten (31–42 %), potenzielle Angriffspunkte.

• Doppel: Nur Sczesny/Hannemann zeigten am ersten Spieltag eine positive Bilanz. Besonders Tonn/Räthel war ein klarer Schwachpunkt (0:2).

Analyse des 1. Spieltags (vs. Von der Stange)

• Bester Einzelspieler: Levin Sczesny – 2 Remis, ungeschlagen.

• Schwächster Einzelspieler: Andreas Tonn – 0 Punkte, zweimal klar verloren.

• Bestes Doppel: Sczesny/Hannemann (1:1, als einziges Duo positiv auffällig).

• Schwächstes Doppel: Tonn/Räthel (0:2).

• Fazit: Gegen einen der Titelkandidaten zwar verloren, aber über weite Strecken konkurrenzfähig.

Kellerkicker Bergedorf – Lage vor dem Spiel

• Fehlende Spieler: Rollo, Martin und Frank sind nicht dabei → klares Qualitätsminus.

• Heimstärke: Auch wenn die Festung Kickerkeller in der 4. Liga ungeschlagen blieb, ist die Situation diesmal eine andere. Die personellen Ausfälle sind gravierend.

• Breite des Kaders: Spieler wie Alex und Markus werden noch mehr Verantwortung tragen müssen. Die Tagesform von Dieter und Andreas könnten wichtig werden.

Vergleich & Einschätzung

• Routine: Vorteil bei Schießbude. Viele Spieler sind seit Jahren dabei, kennen die Liga und das Niveau, auch von regelmäßigen Turnieren beim HSV.

• Tagesform: Schießbude zeigte trotz Niederlage zum Auftakt, dass sie nicht zu unterschätzen sind. Besonders Sczesny ist in guter Form.

• Chancen Kellerkicker: Nur mit sehr kompakter Teamleistung und starken Doppeln kann man gegenhalten.

Prognose – Siegeswahrscheinlichkeit

• HSV Schießbude (NR): 50 %

• Kellerkicker Bergedorf: 35 %

• Unentschieden: 15 %

Fazit

Das zweite Spiel in Liga 3c wird für die Kellerkicker zum Härtetest unter erschwerten Bedingungen. Ohne Kapitän Rollo, Martin und Obi fehlen drei Stützen, während der Gegner mit viel Erfahrung und Breite aufläuft.

Die Schwächepositionen bei Schießbude (Tonn, Röben, Hagen) könnten ein Ansatzpunkt sein, um dennoch Sätze zu holen. Gelingt es, die starken Akteure wie Sczesny und Hannemann in den Doppeln zu neutralisieren, ist ein Punktgewinn nicht ausgeschlossen.

Alles in allem spricht jedoch vieles für die Schießbude, während die Kellerkicker auf eine geschlossene Teamleistung angewiesen sind.

Nach dem Spiel

Spielbericht

Teams: Kellerkicker Bergedorf – HSV Schießbude
Datum und Uhrzeit: Donnerstag, 02. Oktober 2025, 19:00 Uhr
Ort: Kickerkeller RLW
Endergebnis: Kellerkicker Bergedorf – HSV Schießbude 21:11 (81:66)

Im zweiten Anlauf: Den Kellerkickern gelingt der erste Sieg in Liga 3!

Abermals ein Spieltag, an dem im Kickerkeller Kickergeschichte geschrieben wird. Die Kellerkicker schlagen den Favoriten des HSV am Ende deutlich mit 21:11 und feiern damit den ersten Sieg der Vereinsgeschichte in Liga 3. In einem spannenden Spiel konnten die Kellerkicker bereits vor dem letzten Doppel des Abends den Heimsieg bejubeln.

Halbzeitführung trotz holprigen Starts

Im Auftaktsatz des Spieltages lieferte sich Obi ein intensives und mit 11:14 Minuten sehr langes Duell mit seinem Kontrahenten Andreas. Immer wieder gelang es ihm, sich mit gezielten Jet-Anschlusstreffern einem durchaus verdienten Punktgewinn anzunähern. Letztlich beschenkte er seinen Gegner jedoch mit einer vermeidbaren Einladung zum Block bei einem Schieberversuch von der Zwei – anstelle des erhofften Ausgleichstreffers.

Auch Alex musste sich im folgenden Einzel dem, besonders auf der Drei, trickreich aufspielenden Thomas geschlagen geben. Beim 3:6 wurde einmal mehr deutlich, dass gegen gute Drittligaspieler nahezu jeder Ball auf der Drei sitzen muss, wenn man auf einen Punktgewinn hoffen will.

Den frühen 0:4-Rückstand konnten Andreas und Martin im anschließenden Doppel fulminant egalisieren. Beim 6:3 und 6:4 gegen Wolfgang und Danny klappte fast alles bei den Kellerkickern. Martin versenkte eine Vielzahl präziser Jets, während Andreas mit Glanzparaden und gelungenen Spieleröffnungen überzeugte – und gelegentlich selbst von der Zwei traf, wie beim 6:3 im ersten Satz. Besonders hervorzuheben ist die starke Aufholjagd im zweiten Satz: Nach 0:3-Rückstand drehte das Duo den Spielstand in kurzer Zeit. Schlüssel zum Erfolg war besonders Obis starke Jetquote.

Auch das folgende Doppel „ObiLex“ blieb beim 6:3 und 5:5 gegen Dennis und Thomas ungeschlagen und brachte die Kellerkicker erstmals in Führung. Im ersten Satz war Alex’ „Methodenvielfalt“ auf der Drei sehr hilfreich: Pinshot, Schieber, Jet und Tick-Tack ließen sich vom gegnerischen Goalie kaum antizipieren. Dass der zweite Satz nicht ebenfalls mit einem Sieg endete, lag an einigen sehenswerten Treffern des HSV, insbesondere an Dennis’ starker Bande zum Endstand.

Das letzte Doppel der ersten Hälfte – Andreas und Markus gegen Marcel und Wolfgang – endete 6:3 und 2:6 und sorgte für eine 9:7-Halbzeitführung. Im ersten Satz zeigte sich der „Jofessor“ mit perfekt berechneten Jets äußerst effektiv und traf zum Sieg letztlich etwas glücklich von der Fünf. Im zweiten Satz lief für die Kellerkicker jedoch kaum noch etwas zusammen, sodass das 2:6 leistungsgerecht ausfiel.

Eine starke zweite Hälfte sorgt früh für Klarheit

Die zweite Hälfte begann diesmal, anders als in den Spielen zuvor, nicht mit zwei Goalie-Sätzen, sondern mit Einzeln. Der wiedergenesene Luca traf zunächst auf HSV-Danny. In einem engen Kopf-an-Kopf-Kick sorgte vor allem Dannys starke offensive Zwei für das 4:6-Endergebnis. Luca hatte zwischenzeitlich 4:3 geführt und kurz vor Schluss sogar den Ball auf der Drei, doch der leicht missglückte Jet leitete den Gegenangriff zum 4:6 ein. Der kluge schräge Kurbler von Danny war dabei durchaus lehrreich – insbesondere für Alex, der im nächsten Satz ebenfalls gegen Danny antrat.

Scherzhaft meinte Alex vor dem Spiel, der Schlüssel zum Erfolg sei, Danny „einfach keine Bälle zu geben“. Mit etwas Spielglück und Handlungsschnelligkeit ging dieser Plan beim 6:3-Satzsieg sogar auf. In nicht einmal sechs Minuten (inklusive Timeout) fackelte Alex nie lange, sondern fand intuitiv die Lücken: Tick-Tack, Pinshot, Schieber und einige (Banden-)Abstauber sorgten dafür, dass Danny nie richtig ins Spiel kam. Bemerkenswert: der Sieg gelang komplett ohne einen einzigen Jetversuch.

Im folgenden Doppel trafen Luca und Alex auf die vermutlich stärksten HSV-Schießbuden des Abends, Danny und Thomas. Beim 3:6 im ersten Satz (trotz 3:1-Führung) klappte bei den Kellerkickern wenig – vermeidbare Ballverluste, Eigentor von der Zwei, Kontrollverlust auf der Fünf, falsche Entscheidungen auf der Drei. Die Kontrahenten hingegen nutzten ihre Chancen eiskalt. Doch das „Doppel Z“ kämpfte sich zurück und erkämpfte im zweiten Satz einen wichtigen 6:4-Sieg. Das 6:4 durch einen Jet von Luca zeigte auch, wie wertvoll ein Timeout zur richtigen Zeit sein kann.

Nach diesem Kraftakt folgten bis zum Spielende nur noch Satzsiege für die Kellerkicker. Markus feierte in seinem Einzel gegen Marcel seinen ersten Drittliga-Einzelsatzsieg. Nach zwischenzeitlicher Fahrigkeit fand er rechtzeitig zurück in die Spur und ließ seinem Gegner mit gezielten Jets letztlich keine Chance mehr. Der Zwischenstand von 15:11 bedeutete: Luca konnte im folgenden Einzel gegen Andreas den Sieg klar machen.

Und dann machte es tatsächlich „Züüüüüüü“: Das 6:3 gegen Andreas forderte Luca alles ab und zeigte zugleich, dass er sich auch vor erfahrenen Drittligaspielern nicht verstecken muss. Seine starke Defensive, zu Beginn gepaart mit etwas Glück bei einem Bandeneigentor des Gegners und einem Block auf der Drei, leitete über in zwei gezielte Jets und ein glückliches Mittelfeldbandentor zum 5:3. Damit war ein Spieltagspunkt gesichert. Dann begann das große Zittern: Knapp fünf Minuten brauchte Luca, um den entscheidenden sechsten Treffer per Jet zu erzielen. Umso größer war die Freude, als der kurz geschobene Jet schließlich unhaltbar einschlug.

Mit dem frühzeitigen Ligasieg im Rücken konnten Markus und Luca im letzten Doppel frei aufspielen. Die beiden erspielten zwei weitere Satzsiege (6:1, 6:3) und untermauerten, dass der Erfolg verdient war – auch wenn das 21:11 deutlicher wirkt, als der Spielverlauf es tatsächlich hergab. Sehenswert waren in diesem Doppel nicht nur Lucas platzierte Jets, sondern auch die Finten, Zweierreihenzieher und Standbanden des „Jofessor“, die die Kellerkickerspielfreude bestens illustrierten.

Fazit

Die Kellerkicker können bei guter Tagesform auch in Liga 3 siegen! Gegen die HSV-Schießbuden, die am Ende sichtbar mit der Niederlage haderten, waren Technik, Flexibilität, Fokus und eine Prise Spielglück die entscheidenden Zutaten zum historischen Erfolg. Diese werden in den kommenden Partien gegen nominell noch stärkere Gegner umso wichtiger sein, um neben Erfahrung vielleicht auch weitere Punkte zu sammeln.

Die nächste Gelegenheit dafür bietet die Auswärtspartie gegen Partisan Pinshot, die in der letzten Saison nur knapp den Aufstieg in Liga 2 verpassten und einen Kader stellen, der einige zweitligaerfahrene Kicker beinhaltet.