Saison 2026/27 · 1. Spieltag

1. Spieltag: Fuchs AG

Kellerkicker Bergedorf

10:22

Fuchs AG

Niederlage Tore 63:83

  • Do, 27.08.2026, 19:00 Uhr
  • Kickerkeller am Richard-Linde-Weg
  • Kickerliga

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Spielanalyse

1. Spieltag TFVHH Liga 3D

Kellerkicker Bergedorf – Fuchs AG

Donnerstag, 27.08.2026 · 19:00 Uhr · Kickerkeller

🦊 Fuchs AG – Erfahrung kann man nicht trainieren

Neues Trikot. Neuer Tisch. Drei neue Gesichter. Neue Saison.

Und zum Auftakt direkt ein Gegner, bei dem man sich das gemütliche Reinkommen in die Saison abschminken kann.

Nach dem umjubelten Klassenerhalt in ihrer ersten Drittligasaison starten die Kellerkicker Bergedorf am Donnerstag in ihr zweites Jahr in Liga 3. Zu Gast ist mit der Fuchs AG eines der erfahrensten und konstantesten Teams der Liga.

Der Gegner

Wer nach einem echten TFVHH-Traditionsverein sucht, wird hier fündig.

Von 2010 bis 2014 spielte die Fuchs AG in Liga 2. Danach folgten mehrere Auf- und Abstiege: 2014 ging es runter, 2015 als Drittligameister direkt wieder hoch, 2016 erneut runter, 2017 wieder als Meister hoch und 2018/19 schließlich wieder zurück in Liga 3.

Seitdem? Eigentlich immer oben dabei.

Auch 2025/26 gehörte die Fuchs AG zur Spitzengruppe. 10 Siege, vier Unentschieden und nur vier Niederlagenbedeuteten mit 23:12 Punkten Platz drei. In den vergangenen Jahren scheiterte das Team mehrfach nur knapp am Aufstieg.

Wer in Liga 3 nach oben will, muss an der Fuchs AG vorbei.

Jede Menge Erfahrung

Der Kader ist mehrheitlich weiblich und vor allem eines: extrem erfahren.

Judith Beseler und Julia Voecks sind bereits seit 2009 aktiv und seit 2010 Teil der Fuchs AG. Julia Künkel gehört seit 2011 zum Team, Svenja Tüitjer seit 2016. Dazu kommen Niels Woltersdorf, Pascal Göllnitz, Marco Last und Loredana Pinna – fast der gesamte Kader bringt viele Jahre Ligaerfahrung mit, zahlreiche Spielerinnen und Spieler kennen zudem Liga 2.

Noch beeindruckender ist die Erfahrung aus der Damenbundesliga. Beseler, Voecks, Künkel, Tüitjer, Pinna und Pfaff spielten oder spielen regelmäßig in der ersten oder zweiten Damenbundesliga.

Mit Marlen Hoyer-Weise steht sogar eine mehrfache Bundesligasiegerin im Kader. Sie war unter anderem mit LÖWEN Hamburg erfolgreich und spielte dort im Doppel mit My Linh Tran.

Kurz gesagt: Erfahrung kann man nicht trainieren – und davon hat die Fuchs AG reichlich.

Ein bekanntes Gesicht

Zur neuen Saison kommt noch einmal Qualität hinzu.

Wiebke von Osten wechselt von Fivebar FC St. Pauli II zur Fuchs AG. In der vergangenen Saison gehörte sie damit noch zum Kader eines Erstligisten. Auch sie verfügt über Erfahrung aus der ersten und zweiten Damenbundesliga.

Im Kickerkeller ist sie keine Unbekannte: Als Spielerin von Fivebar war sie im Landespokal 2024/25 bereits zu Gast in Bergedorf. Aufgehorcht: im Einzel konnten damals sowohl Martin als auch Dieter ein 5:5 gegen sie einfahren.

Die Fuchs AG hat ihren ohnehin erfahrenen Kader also nicht grundlegend verändert, sondern punktuell noch einmal verstärkt.

Die Zahlen

Auch die Statistik der vergangenen Saison zeigt, wie schwer dieser Gegner zu bespielen ist.

Julia Voecks gewann 69 Prozent ihrer Sätze, Niels Woltersdorf 62 Prozent, Marco Last 60 Prozentund Pascal Göllnitz 57 Prozent. Marlen Hoyer-Weise kam bei weniger Einsätzen sogar auf 71 Prozent.

Damit verfügt die Fuchs AG nicht nur über Erfahrung, sondern über mehrere Spielerinnen und Spieler, die in der vergangenen Saison deutlich positive Bilanzen auflegten.

Und genau das dürfte die große Stärke sein: Es gibt nicht den einen Spieler oder die eine Spielerin, den/die man irgendwie aus dem Spiel nehmen muss. Die Qualität verteilt sich über den gesamten Kader.

Kellerkicker 3.0

Aber auch bei den Kellerkickern hat sich über den Sommer einiges getan.

Zum Saisonstart gibt es gleich drei Premieren: neues Trikot, neuer Heimspieltisch und drei Neuzugänge.

Mit Insa kehrt eine alte Bekannte in den Kader zurück. Dazu schaffen Ballverlust-Kapitän Florian und Niklas den Sprung aus dem Rookie-Team Ballverlust Bergedorf zu den Kellerkickern.

Ausgerechnet zum Auftakt fehlt allerdings Luca. Mit 55 Prozent gewonnenen Sätzen war er in der vergangenen Saison der zweitbeste Kellerkicker. Gegen einen Gegner wie die Fuchs AG ist sein Ausfall entsprechend bitter.

Was erwartet die Kellerkicker?

Die Rollen sind ziemlich klar verteilt.

Auf der einen Seite steht ein Team, das seit Jahren um den Aufstieg spielt, 2025/26 nur viermal verlor und teilweise mehr als ein Jahrzehnt Liga- und Bundesligaerfahrung mitbringt.

Auf der anderen Seite stehen die Kellerkicker, die gerade ihre erste Saison in Liga 3 überstanden haben und ohne einen ihrer stärksten Spieler antreten müssen.

Favorit ist die Fuchs AG. Deutlich.

Aber genau darin liegt auch die Chance.

Die Kellerkicker müssen am ersten Spieltag überhaupt nichts beweisen. Punkte gegen einen Aufstiegsanwärter wären Bonuspunkte. Entscheidend wird sein, die Partie möglichst lange offen zu halten und die Füchse gar nicht erst in ihren Rhythmus kommen zu lassen.

Denn auch die größte Erfahrung hilft wenig, wenn aus einem vermeintlich entspannten Auswärtsspiel plötzlich ein 7:7 oder 10:10 im Kickerkeller wird.

🔎 Darauf kommt es an

Den Start nicht verschlafen. Gegen ein so routiniertes Team einem deutlichen Rückstand hinterherzulaufen, dürfte schwierig werden.

Enge Sätze klauen. Die Fuchs AG verlor 2025/26 nur vier Spiele. Solche Gegner schlägt man selten spektakulär – sondern mit möglichst vielen dreckigen 6:4-Sätzen.

Den neuen Heimtisch nutzen. Für beide Mannschaften ist er neu. Die Kellerkicker sollten trotzdem diejenigen sein, die seine Eigenheiten schneller kennen.

Keine Ehrfurcht. Liga 2, Damenbundesliga, Deutsche Meisterschaften – beeindruckend. Am Donnerstag beginnt trotzdem jeder Satz bei 0:0.

Prognose

Ein Saisonauftakt aus der Kategorie „Hätte wirklich leichter sein dürfen.“

Die Fuchs AG gehört aufgrund ihrer vergangenen Saison, ihrer enormen Erfahrung und der Verstärkung durch Wiebke von Osten erneut zum Kreis der Aufstiegsanwärter.

Für die Kellerkicker geht es deshalb nicht darum, die Favoritenrolle umzudeuten. Die liegt eindeutig bei den Gästen.

Aber die Bergedorfer starten mit einem breiteren Kader, drei Aufsteigern aus Ballverlust, neuem Trikot und neuem Tisch in ihre zweite Drittligasaison.

2025 begann das Abenteuer Liga 3.

2026 beginnt der Versuch zu beweisen, dass die Kellerkicker dort hingehören.

Und wer zum Auftakt Punkte aus Bergedorf mitnehmen will, muss dafür erst einmal runter in den Keller.

Donnerstag. 19 Uhr. Kickerkeller. Auf in die neue Saison

Nach dem Spiel

Spielbericht

Auftaktniederlage für die Kellerkicker gegen clevere Füchse

1. Spieltag, Liga 3D
Kellerkicker Bergedorf – Fuchs AG 10:22 (63:83)

Neues Trikot, neuer Leo, neue Saison – aber noch etwas Sand im Getriebe. Die Kellerkicker Bergedorf sind mit einer 10:22-Niederlage gegen die Fuchs AG in die Saison 2026/27 gestartet. Gegen den erfahrenen Gegner hielten die Bergedorfer in vielen Sätzen ordentlich dagegen, mussten am Ende aber anerkennen: Vor allem in den Einzeln waren die Füchse an diesem Abend einfach einen Schritt weiter.

Dabei begann der Spieltag durchaus mit Möglichkeiten. Nach zwei verlorenen Einzeln zum Auftakt gingen auch die ersten beiden Doppel an die Gäste, ehe Andreas und Alex mit einem 6:1 den ersten Satz des Abends auf die Bergedorfer Seite holten. Im zweiten Satz derselben Begegnung war beim 5:5 sogar noch mehr drin.

Überhaupt wurden die knappen Sätze zum wiederkehrenden Thema des Abends. Gleich mehrfach standen die Kellerkicker kurz vor einem weiteren Punkt auf dem Spielbogen. Besonders Alex dürfte noch ein wenig mit seinen Satzbällen hadern. Sowohl an der Seite von Andreas als auch später im eingespielten Doppel mit Martin gab es mehrfach die Gelegenheit, einen Satz zuzumachen. Mal stand eine starke Fuchs-Defensive im Weg, mal fehlten Präzision und Konsequenz – und mit zunehmender Spielzeit machte sich auch die Müdigkeit bemerkbar.

Den größten Unterschied machten jedoch die Einzel. Von sechs Einzelsätzen konnten die Kellerkicker lediglich einen gewinnen. Dieter holte im Goalie War mit 6:4 gegen Pascal den einzigen Einzelerfolg. Martin und Alex kamen bei ihren 4:6-Niederlagen zumindest nah heran, insgesamt aber zeigten die Füchse gerade hier ihre größere Erfahrung.

Sie wirkten in den entscheidenden Situationen handlungsschneller, abgeklärter und präziser. Besonders auf der Zwei und der Fünf machten sie aus kleinen Fehlern der Kellerkicker konsequent Tore. Wo Bergedorf noch nach der richtigen Entscheidung suchte, war der Ball bei der Fuchs AG häufig schon unterwegs.

Ganz ohne Erfolgserlebnisse blieb auch die Schlussphase nicht. Markus und Martin holten mit 6:4 noch einen Doppelsatz, sodass am Ende drei gewonnene Sätze auf dem Spielbogen standen. Für einen Ligaspieltag ist das allerdings schlicht zu wenig – entsprechend deutlich fiel das Gesamtergebnis mit 10:22 Punkten und 63:83 Toren aus.

An den Rahmenbedingungen lag es jedenfalls nicht. Die Kellerkicker präsentierten sich erstmals im neuen Trikot und am neuen Leo – beste Voraussetzungen also für die neue Saison. Was dagegen sichtbar fehlte, war der Rhythmus nach der langen Sommerpause. Der Trainingsrückstand machte sich gerade gegen einen Gegner bemerkbar, der kleine Unsicherheiten konsequent bestrafte.

Die Erkenntnis nach Spieltag eins ist deshalb ziemlich eindeutig: In Liga 3D wird einem nichts geschenkt. Wenn die Kellerkicker mit den starken und erfahrenen Teams dieser Staffel mithalten wollen, müssen Abläufe wieder automatischer, Entscheidungen schneller und Satzbälle konsequenter werden.

Oder weniger analytisch formuliert: Übung, Übung, Übung.

Die Saison ist schließlich noch jung. Und Kellerkicker-Saisons, die mit einer Niederlage anfangen, sind nun wirklich nichts Neues.